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| 3 Das Internet und sein Betriebssystem | inhalt |
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| 3.1 UNIX und das Internet | inhalt | hoch |
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UNIX als Ausgangssystem und das Internet, das die Zusammenarbeit nach dem Open-Source-Prinzip ermöglicht, haben die Open Source Bewegung entscheidend geprägt.
UNIX wurde 1969 als Mehrbenutzer- und Multitasking-Betriebssystem für Computer der öffentlich regulierten Telefongesellschaft AT&T in den USA entwickelt. Ken Thompson und Dennis Ritchie von den Bell Laboratories schufen die leistungsstarke Software, die nach der Erfindung der Programmiersprache C auch relativ leicht auf verschiedenen Hardwareplattformen eingesetzt werden konnte. AT&T ließ UNIX entwickeln, da das Unternehmen mehrere Rechner unterschiedlicher Hersteller gekauft hatte, für deren Betriebssysteme es keine einheitlichen Standards gab. Eine gemeinsame portierbare Software für diese Computer sollte die Verbindung untereinander vereinfachen. Der Durchbruch von UNIX kam aber nicht nur durch die Plattformunabhängigkeit und den modularen Aufbau, sondern auch durch die frühe Integration von TCP/IP, dem Protokoll, auf dem das Internet basiert. Universitäten und Forschungsinstitute fragten an, ob sie an dem UNIX-Projekt teilnehmen könnten; sie erhielten den gesamten Quellcode gegen einen geringen Preis - schließlich konnte AT&T von den Beiträgen der Wissenschaftler nur profitieren. |
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| 3.2 GNU/Linux | inhalt | hoch |
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GNU/Linux ist ein freies, UNIX-ähnliches Betriebssystem, das seinen Ursprung 1991 an der Universität von Helsinki fand. Das Programm unter dem Zeichen des Pinguins ("tux"), verfügt über alle wesentlichen Merkmale von Open-Source-Software. Denn das von dem finnischen Studenten Linus Torvalds entwickelte Betriebssystem wurde von Beginn unter die GPL, die GNU General Public License, gestellt. Der kostenlose Zugang zum Quellcode ist damit für jeden Anwender garantiert. Linux kann frei verteilt, eingesetzt und weiterentwickelt werden.
Der Name Linux wird heute meist einem ganzen Softwarepaket gleichgesetzt. Tatsächlich ist Linux nur der Kern (Kernel) des Betriebsssystems, der u.a. die Daten- und Speicherverwaltung sowie einige Low-Level Funktionen übernimmt. Wichtige weitere Komponenten, wie große Teile des Betriebssystems, die grafische Benutzeroberfläche, Teile der Netzwerksoftware und Entwickler-Tools entstammen den GNU-Projekten. Alles zusammen ergibt das vollständige Betriebssystem GNU/Linux?. Computerprogramme unter der Pinguin-Flagge werden von mehreren Distributoren angeboten. Red Hat, SuSE?, Caldera, Debian, Corel und Mandrake zählen zu den bekanntesten Anbietern, die Linux mit weiterer freier Software und Dokumentationen zusammenstellen und verkaufen. Sie alle haben sich auf einen gemeinsamen Standard (Linux Standard Base) geeinigt. Damit soll gewährleistet werden, dass sämtliche Anwendungen auf allen Distributionen lauffähig sind. Auch große Hardwarehersteller zeigen mit der zunehmenden Verbreitung von Linux verstärktes Interesse daran, dass die Software auf ihren Rechnern läuft. So haben etwa IBM, Siemens Fujitsu Computers, Hewlett-Packard und Compaq Kooperationen mit einem oder mehreren Distributoren abgeschlossen. |
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| 3.3 Geschichtlicher Abriss von Linux | inhalt | hoch |
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1991 Der 21 jährige Student Linus Benedict Torvalds aus Finnland beschließt, ein auf Minix basierendes OS für AT-368-Computer zu schreiben. Er postet am 1. August in der Newsgroup comp.os.minux folgenden Eintrag:
"...As I mentioned a month ago, I'm working on a free version of a Minix-look-alike for AT-386 computers. It has finally reached the stage where it's even usable (though may not be, depending on what you want), and I am willing to put out the sources for wider distribution. It is just version 0.02...but I've successfully run bash, gcc, gnu-makee, gnu-sed, compress, etc. under it." (linux.com)
1992 Linus Torvalds verteilte die Version 0.12 per anonymous FTP im Internet, was zu einem sprunghaften Anstieg der Testerzahl führte. Da dieser Anstieg so groß wurde, daß die nötige Kommunikation nicht mehr per Email zu bewältigen war, wurde in den Usenet News die Gruppe alt.os.linux ins Leben gerufen. Dies hatte zur Folge, daß eine explosionsartige Weiterentwicklung des Systemes in ganzen Internet stattfand und von Linux Torvalds koordiniert wurde. 1993 Es arbeiten bereits über 100 Programmierer am Linux-Code mit. Durch Anpassung des Linuxkernels an die GNU Umgebung der Free Software Foundation (FSF) im Jahre 1993 wuchsen die Möglichkeiten von Linux erneut stark an, da man nun auf eine große Sammlung an vorhandener Software und Tools zurückgreifen konnte die unter Linux liefen. 1994 Mit der ersten stabielen Linux Version wurde der Kernel netzwerkfähig und die User-Zahl steigt auf 100.000 an. Ein wichtiger Schritt geschah 1994 war auch die Adaption eines Graphical User Interfaces (GUI). Diese wurde von einer weiteren non-profit Gruppe, dem Xfree86 Projekt, beigesteuert. Linus Torvalds stelle nun den Quelltext des Linuxkernels offiziell unter die GPL. Somit war die freie Existens von Linux gesichert. 1995 Linux wird auf die Plattformen Intel (i386) , Digital (DEC) und Sun Sparc portiert. Das Linux kann sich nun mit vollem Schwung auf den vielen Platformen ausbreiten. 1996 Mit der neuen Version 2.0 des Linux-Kernels können nun mehrere Prozessoren gleichzeitig angesteuert werden. Linux verliert langsam seinen Bastlerstatus und wir zu einer ernst zu nehmenden Alternative für Firmen. 1997 Nun erscheinen wöchentlich neue, akualisierte Linux Kernel Versionen. Verschiedene namhafte Firmen beginnen ihre Software auf Linux zu portieren. Netscape ihren Webbrowser, Applixware ihre Office Anwendung und die Software AG Ihre Datenbank Adabas D. Damit gibt es immer mehr professionelle Software Packete für Linux. 1998 1998 wird das X-Windowmanager Projekt mit dem Namen KDE gestartet. Es arbeiten etwa 10.000 Programmierer am Quellcode dieser heute meist verbreiten Desktopumgebung. |
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